Ihre Daten bleiben unter Ihrer Kontrolle.
Fast jedes Unternehmen arbeitet mit sensiblen Daten: den eigenen Betriebs- und Personaldaten und denen seiner Kunden. Vertrauen ist da kein Beiwerk, sondern Geschäftsgrundlage. Deshalb bekommen Sie hier kein „Vertrauen Sie mir", sondern konkret erklärt, wie ein KI- oder Digitalisierungsprojekt technisch so aufgebaut wird, dass Ihre Daten unter Ihrer Kontrolle bleiben.
Zur Einordnung: Diese Seite beschreibt, wie unsere Lösungen bei Ihnen im Unternehmen datenschutzkonform eingeführt und betrieben werden: sie ist nicht die Datenschutzerklärung dieser Website (die finden Sie unter /datenschutz).
Warum bei sensiblen Daten ein „keine Sorge" nicht reicht.
Viele Unternehmen verarbeiten hochsensible Daten: Umsätze und betriebliche Interna, Personal- und Gehaltsdaten, Kunden- und teils Gesundheitsdaten. Für diese Daten gilt in jedem Fall die DSGVO. In besonders regulierten Bereichen kommt mehr hinzu: Berufsgeheimnisträger wie Steuerberater, Ärzte oder Anwälte unterliegen etwa zusätzlich dem § 203 StGB (Verletzung von Privatgeheimnissen); wer dieses Geheimnis bricht, macht sich strafbar: ausdrücklich auch mitwirkende Personen und eingesetzte Dienstleister. Aber auch ohne besondere Berufspflicht trägt jedes Unternehmen mit Kunden-, Personal- oder Gesundheitsdaten Verantwortung dafür, wohin diese Daten gelangen.
Deshalb ist die entscheidende Frage bei jedem KI-Projekt nicht „Ist das praktisch?", sondern: Wo gehen meine Daten hin: und wer kann sie sehen? Ein bloßes Versprechen ist darauf keine belastbare Antwort. Belastbar ist nur, wie das System technisch und vertraglich aufgesetzt ist. Genau das legen wir vor dem ersten Datensatz gemeinsam fest: und zwar so, dass die Kontrolle über die Daten in Ihrem Haus bleibt.
Maximale Leistungsfähigkeit im Rahmen der gesetzlichen Regeln.
Wir wählen nicht automatisch die restriktivste Lösung, sondern die leistungsstärkste Option, die für Ihre Datensensibilität rechtskonform bleibt. Das Ziel ist immer das Beste, was die KI leisten kann: nur eben datenschutzkonform aufgesetzt.
Ihre Daten bleiben unter Ihrer Kontrolle: bei voller Leistung.
Der gleiche Weg, mit dem gute Software entsteht, macht ihn datenschutzkonform: Wir entwickeln und testen auf anonymisierten oder frei erfundenen Beispieldaten und überführen erst die fertige, geprüfte Lösung in Ihre Systeme. Echte Daten kommen erst ins Spiel, wenn das System bei Ihnen steht.
Gebaut und getestet wird mit Beispieldaten: kein realer Vorgang verlässt beim Bauen Ihr Haus.
Die fertige Lösung läuft in Ihrer Umgebung; Zugriffe und Berechtigungen liegen bei Ihnen.
Wo ein starkes externes Modell nötig ist, nutzen wir eine EU-Region (z. B. Azure OpenAI in der EU): per AVV (Art. 28) gebunden, kein Training, gehostet in DE/EU.
Verschlüsselung unterwegs und gespeichert, Zugriffskontrolle, Protokollierung: nach Art. 32 DSGVO.
So bekommen Sie nahezu volle Spitzenleistung und erfüllen zugleich die gesetzlichen Anforderungen. Welche Ausprägung wo greift, entscheiden wir pro Datenart und Anwendungsfall gemeinsam mit Ihnen.
Auch für besonders regulierte Bereiche ausgelegt.
Unser Standard ist so aufgebaut, dass er auch die strengsten Anforderungen erfüllt: das Berufsgeheimnis (§ 203 StGB) bei Steuerberatern, Ärzten und Anwälten, besondere Datenkategorien wie Gesundheitsdaten (Art. 9 DSGVO) sowie Aufsichtsvorgaben im Finanzbereich. Wenn er dort besteht, sind Ihre Anforderungen mehr als abgedeckt.
Klar geregelte Rollen: Sie bleiben der Verantwortliche im Sinne der DSGVO, wir arbeiten als Auftragsverarbeiter: vertraglich über einen AVV (Art. 28 DSGVO) geregelt.
Darüber hinaus: auf Wunsch
Wo es die Sensibilität verlangt oder Sie es ausdrücklich wünschen, gehen wir über das Notwendige hinaus. Beides bringt mehr Sicherheit als gesetzlich nötig: dafür mit Abstrichen bei Leistung oder Aufwand:
- Komplett On-Premise / lokal. Quelloffene Modelle laufen auf Ihrer eigenen Hardware, ganz ohne externe Leitung. Höchstes Schutzniveau, aber quelloffene Modelle liegen bei den anspruchsvollsten Aufgaben hinter den besten Cloud-Modellen (GPT-4-Klasse) und es braucht passende Hardware (GPU) und etwas mehr Betrieb.
- Anonymisierung vor der API. Namen und Identifikatoren werden entfernt, bevor etwas nach außen geht: dann lassen sich die leistungsstärksten Modelle nutzen, ohne Identitäten preiszugeben. Kostet Aufwand, hat ein Restrisiko (Re-Identifizierung) und passt nicht für Aufgaben, die die Identität zwingend brauchen.
„Wo gehen meine Daten hin?"
Ein verbreitetes, berechtigtes Missverständnis: Die API eines KI-Anbieters ist nicht dasselbe wie das kostenlose ChatGPT im Browser. Beim kostenlosen Consumer-Dienst können Eingaben unter Umständen zur Verbesserung der Modelle verwendet werden: deshalb setzen wir ihn für Ihre sensiblen Daten nicht ein.
Bei geschäftlicher API-Nutzung gilt das ausdrücklich nicht: Die Daten werden nicht zum Training verwendet und nur kurz oder: je nach Konfiguration, gar nicht gespeichert (Zero-Retention). Gehostet wird in der EU bzw. in Deutschland. Und wo selbst das zu viel ist, greift die On-Premise-Option: gar keine externe Leitung.
Beim Bauen verlässt kein echter Datensatz Ihr Haus.
Entwicklung & Test
- Entwickelt und getestet wird mit anonymisierten oder frei erfundenen Beispieldaten: nie mit Ihren echten Daten.
- So kann die Lösung vollständig geprüft werden, ohne dass ein realer Vorgang das Haus verlässt.
- Fehler und Grenzfälle fallen an harmlosen Testdaten auf, nicht an echten Akten.
Überführung in Ihren Betrieb
- Erst das fertige, geprüfte System wird in Ihre Umgebung überführt: Ihr Server bzw. Ihr EU-Hosting.
- Dort läuft es unter Ihrer Kontrolle; die Zugriffe und Berechtigungen liegen bei Ihnen.
- Ihre echten Daten kommen erst ins Spiel, wenn das System bei Ihnen steht: nicht vorher.
Was den Schutz vertraglich und technisch verbindlich macht.
Klar geregelte Rollen: Sie bleiben der Verantwortliche im Sinne der DSGVO, wir arbeiten als Auftragsverarbeiter: vertraglich über einen AVV (Art. 28 DSGVO) geregelt.
Vertraglich
- AVV (Art. 28 DSGVO) mit jedem eingesetzten Verarbeiter: schriftlich, mit klaren Pflichten.
- In regulierten Bereichen zusätzliche Pflichten: z. B. für Berufsgeheimnisträger die Verpflichtung mitwirkender Personen nach § 203 StGB.
- Wo einschlägig, Ausrichtung an branchenspezifischen Vorgaben (z. B. GoBD für steuerrelevante Daten).
- Transparent und unabhängig prüfbar: AVV, Verarbeitungsverzeichnis und technisch-organisatorische Maßnahmen legen wir auf Anfrage offen.
Technisch (TOMs)
- Verschlüsselung unterwegs (Transport) und gespeichert (at rest).
- Zugriffskontrolle: nur berechtigte Personen, nachvollziehbar protokolliert.
- Hosting in Deutschland / EU bzw. vollständig On-Premise bei Ihnen.
Was das Gesetz mindestens verlangt.
Die DSGVO schreibt keine bestimmte Technik vor, sondern Prinzipien. Für einen KI-Einsatz gehören dazu vor allem:
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit jedem Dienstleister.
Bei Übermittlung in die USA ein gültiger Übermittlungsmechanismus (EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln).
Angemessene technische und organisatorische Maßnahmen (z. B. Verschlüsselung, Zugriffskontrolle).
Datensparsamkeit: nur das Nötige verarbeiten.
Ein Verarbeitungsverzeichnis.
Bei hohem Risiko eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA).
Kurz: Schon unser Standard: EU-gehostet mit AVV, erfüllt dieses Minimum mit den richtigen Verträgen. Die Optionen darüber hinaus (lokal, Anonymisierung) gehen bewusst noch weiter.
Datensicherheit ist das eine. Zuverlässig laufen das andere.
Sichere Daten sind die Grundlage. Genauso wichtig ist, dass die KI im laufenden Betrieb keinen stillen Schaden anrichtet. Deshalb bringe ich sie diszipliniert ein: rückrollbar, vor jeder Auslieferung geprüft und mit Ihrer Freigabe an den kritischen Stellen. Kurz zusammengefasst:
Neues entsteht neben dem Bestehenden. Geht etwas schief, ist der alte Stand in Minuten zurück.
Vor jeder Auslieferung ein echter Test, kein bloßes „müsste passen".
Der Go-Live und Zugänge lösen nur mit Ihrem bewussten Klick aus.
Ein zweites System meldet eigene Fehler früh, bevor ein Nutzer sie sieht.
Jeder Fehler wird strukturell abgestellt, nicht nur einmal geflickt.
Bestehende Systeme werden angebunden, nicht ersetzt, mit sauberer Übergabe.
Was Sie zurecht wissen wollen.
Nutzt der KI-Anbieter meine Daten zum Training?
Bei geschäftlicher API-Nutzung: nein. Die Trainings-Nutzung ist bei den API-Diensten der etablierten Anbieter vertraglich ausgeschlossen. Das kostenlose Consumer-ChatGPT setzen wir für Ihre sensiblen Daten grundsätzlich nicht ein: genau wegen dieses Unterschieds.
Wo liegen meine Daten physisch?
Im Standardweg in einem Rechenzentrum in Deutschland bzw. der EU (per AVV gebunden): auf Wunsch vollständig bei Ihnen (On-Premise). In keinem der von uns eingesetzten Modelle wandern Daten unkontrolliert in ein Drittland.
Was ist mit US-Anbietern und dem Drittland-Problem?
Zwei saubere Wege: Wir nutzen die EU-Region des Diensts (z. B. Azure OpenAI in der EU) mit AVV, sodass die Verarbeitung in der EU bleibt: oder wir wählen die On-Premise-Alternative mit offenen Modellen, dann gibt es gar keinen externen Anbieter. Welcher Weg passt, entscheiden wir pro Projekt.
Kann ich alles komplett lokal ohne Cloud haben?
Ja: das ist die On-Premise-Option. Offene Modelle laufen auf Ihrer Hardware bzw. Ihrem Server, ohne jede externe Leitung. Das ist das höchste Schutzniveau; im Gegenzug ist der Aufwand für Hardware und Betrieb höher, und sehr große Cloud-Modelle sind leistungsfähiger als das, was lokal gut läuft. Diesen Trade-off besprechen wir offen.
Wer haftet, und wie ist das vertraglich geregelt?
Jeder eingesetzte Verarbeiter wird per AVV (Art. 28 DSGVO) mit klaren Pflichten gebunden; mitwirkende Personen werden in Berufsgeheimnis-Bereichen zusätzlich nach § 203 StGB verpflichtet. Die Ausgestaltung: welcher Weg, welche Verträge, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nötig ist, halten wir pro Projekt schriftlich fest.
Kann ich das jederzeit wieder abschalten oder löschen?
Ja. Bei der On-Premise-Option liegt ohnehin alles bei Ihnen. Bei EU-Hosting sind Löschung und Beendigung Teil des AVV: inklusive der Löschung überlassener Daten nach Auftragsende. Sie behalten die Kontrolle darüber, was mit den Daten geschieht.
Sprechen wir über Ihr Schutzniveau.
Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir, welcher Weg zu Ihren Daten passt und wie ein datenschutzkonformer Ablauf für Ihr Unternehmen konkret aussieht: ehrlich, ohne Technik-Show.
Ehrlicher Hinweis: Diese Seite erklärt unser technisches und organisatorisches Vorgehen: sie ist keine Rechtsberatung. Die verbindliche Bewertung trifft Ihr Datenschutzbeauftragter oder Jurist; unser Setup ist bewusst so aufgebaut, dass er es leicht abnehmen kann: transparent und unabhängig prüfbar (AVV, Verarbeitungsverzeichnis, technische und organisatorische Maßnahmen auf Anfrage). Die konkrete Ausgestaltung (Wahl des Wegs, AVV, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig ist) legen wir gemeinsam pro Projekt fest.